Man kauft sich einen Computer, und das erste, was einem die freundliche Firma aus Redmond zumutet, ist die Frage nach einem Konto, das man nicht will. Als würde man sich beim Bäcker anmelden müssen, bevor man ein Brötchen kaufen darf. Aber es gibt einen Weg.
Die Vorbereitung
Sie stehen vor dem Windows-Setup, irgendwo zwischen Sprachauswahl und der Region, die Sie angeblich bewohnen. Jetzt kommt der Moment, in dem normale Menschen kapitulieren würden. Sie nicht.
Drücken Sie Shift + F10. Es öffnet sich ein schwarzes Fenster, das aussieht wie 1985, aber genau das macht es sympathisch.
Der Registry-Eingriff
Tippen Sie folgenden Befehl ab – Buchstabe für Buchstabe, als würden Sie ein Gedicht von Rilke abschreiben, nur dass es hier um etwas Wichtigeres geht:
reg add HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\OOBE /v BypassNRO /t REG_DWORD /d 1 /f
Drücken Sie Enter. Wenn die Maschine „erfolgreich“ meldet, hat sie verstanden, dass Sie es ernst meinen.
Jetzt tippen Sie:
shutdown /r /t 0
Der Computer startet neu. Das dauert einen Moment, in dem Sie über Ihr Leben nachdenken können.
Die Vollendung
Nach dem Neustart ziehen Sie das Netzwerkkabel raus – oder verbinden sich einfach nicht mit dem WLAN. Als würden Sie das Telefon stumm schalten, bevor die Schwiegermutter anruft.
Bei der Netzwerkauswahl klicken Sie auf „Ich habe kein Internet“. Eine Lüge, aber eine verzeihliche.
Danach erscheint „Mit eingeschränktem Setup fortfahren“. Klicken Sie darauf. „Eingeschränkt“ klingt nach Verzicht, ist aber das Gegenteil von Bevormundung.
Jetzt dürfen Sie sich einen Benutzernamen ausdenken, ein Passwort eingeben, drei Sicherheitsfragen beantworten, die eh keiner mehr weiß. Und dann – dann haben Sie gewonnen.
Was Sie wissen sollten
Die Methode funktioniert auch bei Windows 11 Version 25H2, Stand November 2025. Microsoft versucht regelmäßig, solche Tricks zu unterbinden, aber bisher gibt es immer einen Weg. Weil lokale Konten Teil von Windows sind und bleiben. Und weil Menschen, die ihre Ruhe haben wollen, erfinderischer sind als Konzerne, die ihre Pläne durchsetzen wollen.
Das Ethernet-Kabel können Sie nach der Installation wieder einstecken. Niemand wird Sie fragen, wo Sie waren.